Nikolaus von Falkenhorst

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    deutscher Generaloberst (19. 7. 40)

    geboren: 17. Januar 1885 Breslau gestorben: 18. Juni 1968 Holzminden


    Eintritt ins Heer 22.3.03, in der Reichswehr 1.10.32 Oberst und in der Wehrmacht 1.7.35 Generalmajor, 1.8.37 Generalleutnant. Mit dem XXI. AK, das Falkenhorst seit 16.8.39 als Kommandierender General führte, nahm er bei der Heeresgruppe Nord am Polenfeldzug teil. Für den Einsatz in Norwegen wurde das Korps als Gruppe XXI direkt dem OKW unterstellt. Falkenhorst leitete seit 9.4.40 die Operation gegen Dänemark und Norwegen ("Weserübung"). Aus seiner Gruppe XXI wurde am 19.12.40 das AOK Norwegen, das an der Murmanskfront am Russlandfeldzug teilnahm, und am 31.12.41 das AOK Nordfinnland. Falkenhorst wurde am 1.2.42 Wehrmachtbefehlshaber Norwegen, verlor aber wegen Differenzen mit Reichskommissar Terboven am 18.12.44 diesen Posten. Ein britisches Militärgericht verurteilte ihn am 2.8.46 zum Tod als verantwortlich für die Erschießung von Angehörigen britischer Kommandounternehmen. Die Strafe wurde jedoch auf dem Gnadenweg in 20 Jahre Haft umgewandelt und Falkenhorst am 13.7.53 vorzeitig aus dem Kriegsverbrechergefängnis Werl freigelassen.

    Ritterkreuz (30.4.40).