Nikita Sergejewitsch Chruschtschow

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    sowjetischer Politiker

    geboren: 17. April 1894 in Kalinowka, Kursk gestorben: 11. September 1971 in Moskau


    Dezember 1917 zu den Bolschewiki, im Bürgerkrieg Offizier, 1934 ZK- und 1939 Politbüromitglied. Am 5.8.41 wurde Chruschtschow als Politkommissar der Roten Armee der Südwestfront (Budjonny) zugeteilt, plante im Frühjahr 42 mit Timoschenko die dann scheiternde sowjetische Offensive bei Charkow und war seit August 42 bei der Stalingradfront (Jeremenko). An der Panzerschlacht bei Kursk nahm Chruschtschow, inzwischen Generalleutnant, im Zentrum bei der Woroneschfront (Watutin) teil und war später v.a. bei der 1. Ukrainischen Front (Schukow, später Konjew) an der Rückeroberung der Ukraine und der Westgebiete beteiligt. Nach dem Krieg 1953 Erster Sekretär des Zentralkomitees der KPdSU und 1956 bis 15.10.64 praktisch Alleinherrscher, seit 1956 Kurs der Entstalinisierung; gestürzt wegen wirtschaftlicher Misserfolge und des Konflikts mit der Volksrepublik China.