Nelson

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    britisches Schlachtschiff, benannt nach dem englischen Seehelden Horatio Nelson (1758-1805), 2.9.25 Stapellauf, 10.9.27 in Dienst gestellt, 34 000 t, 23 Knoten, 216,4 m lang, 32,3 m breit, bis 1640 Mann Besatzung; Bewaffnung: 9x40,6 cm, 12x15,2 cm, 6x12 cm, 112 kleinere Rohre. In der ersten Kriegsphase nahm die Nelson mit der Home Fleet Sicherungsaufgaben vor Norwegen und in der Nordsee wahr (u.a. Bergung des schwer beschädigten U-Boots Spearfish 25./26.9.39). Am 30.10.39 blieb ein Angriff von U 56 auf die Nelson, die den britischen Premier Churchill an Bord hatte, westlich der Orkneyinseln ohne Erfolg. Ihrerseits suchte die Nelson Ende November 39 ebenso erfolglos eine deutsche Kriegsschiffgruppe mit den Schlachtschiffen Gneisenau und Scharnhorst, die im Nordatlantik operierte. Nach schwerer Beschädigung durch eine von U 31 gelegte Mine bei Loch Ewe musste die Nelson bis August 40 repariert werden, operierte dann wieder vor Norwegen und anschließend in den Heimatgewässern in Erwartung eines deutschen Invasionsversuchs. Bis Juni 41 nahm sie Deckungsaufgaben für Atlantikgeleitzüge wahr und verlegte dann zur Force H ins Mittelmeer, wo sie ebenfalls Konvoisicherung übernahm. Als Flaggschiff von Admiral Somerville von einem Lufttorpedotreffer südlich Sardinien am 27.9.41 erneut beschädigt, konnte sie erst im April 42 wieder ins Mittelmeer entsandt werden, wo sie bei Landungen (u.a. auf Sizilien 10.7.43, bei Salerno 9.9.43) und Trägerraids zu verschiedenen Deckungsgruppen gehörte. Für die Invasion der Alliierten in der Normandie nach dem Ärmelkanal zurückverlegt, erhielt die Nelson im Juni 44 einen Minentreffer, wurde in den USA repariert und dann zur britischen East Indies Fleet abgestellt. An Bord der Nelson nahm am 2.9.45 Vizeadmiral Wake-Walker die Kapitulation der japanischen Streitkräfte im Raum Penang entgegen. 13.11.45 zurück nach England, danach Schulschiff, März 49 abgewrackt.