Mitchell

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    mittelschwerer zweimotoriger amerikanischer Bomber North American B-25, Erstflug 19.8.40. Berühmt wurde die Mitchell durch den so genannten Doolittle-Raid gegen Tokio (18.4.42). Der Pazifik blieb während des ganzen Krieges das wichtigste Operationsgebiet der Mitchell, wo sie sich als Tiefangriffsbomber beim Inselspringen sowie bei der Bekämpfung von Schiffszielen bewährte.

    Sie war in dieser Rolle mit einer 7,5-cm-Kanone und bis zu 12x12,7-mm-MG im unverglasten Rumpfbug bewaffnet. Im Kampf gegen die europäischen Achsenmächte traten die ersten Mitchell im August 42 über Nordafrika in Aktion, seit Anfang 43 dann auch über Westeuropa. Fast 11 000 Exemplare wurden gebaut, von denen einige auch an Großbritannien und die Sowjetunion gingen. Die wichtigste Serienvariante B-25 J hatte eine normale Bombenzuladung von 1360 kg, 4 Mann Besatzung und 444 km/h Höchstgeschwindigkeit in 4580 m Höhe. Das Startgewicht lag bei 15,3 t.