Mississippi

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    amerikanisches Schlachtschiff, 25.1.17 Stapellauf, 18.12.17 in Dienst gestellt, 32 000 t, 22 Knoten, 190,7 m lang, 29,7 m breit, 1084 Mann Besatzung; Bewaffnung: 12x35,6 cm, 10x12,7 cm, 77 kleinere Rohre. Vor Kriegseintritt der USA wurde die Mississippi am 1.9.41 der "Denmark Strait Patrol" zugeteilt, die im Nordatlantik die von US-Präsident Roosevelt zur Sicherheitszone erklärten Seegebiete überwachte. Im ersten Kriegsjahr fuhr das Schiff v.a. Konvoisicherung im Atlantik und verlegte dann in den Pazifik, wo es im Juli 43 an einem Vorstoß gegen japanisch besetzte Alëuteninseln teilnahm (22.7. Beschießung Kiskas). Mit der Task Group 52.2 (Griffin) gab die Mississippi im November 43 Feuerschutz bei den US-Landungen auf den Gilbertinseln, im Februar 44 auf Kwajalein und im März 44 auf Emirau (Bismarck-Archipel) durch Beschießung von Kavieng. Nach Überholung im Zentralpazifik eingesetzt, gehörte die Mississippi im September/Oktober 44 zur Fire Support Group, die die Landung auf Palau deckte, und nahm mit der Task Force 78 an der Schlacht im Leytegolf teil. Im Januar 45 sicherte sie die Landungsflotte im Lingayengolf, wo sie am 9.1. einen Kamikaze-Treffer erhielt. Im Kampf um Okinawa beschoss die Mississippi, die im Pazifik als "Spezialist" für das Niederkämpfen stark befestigter Landziele galt, mit Erfolg die japanische Shuri-Stellung, die vorher schwerere Geschütze moderner Schlachtschiffe vergeblich unter Feuer genommen hatten. Am 5.6.45 wurde die Mississippi erneut von Selbstmordfliegern angegriffen und beschädigt. 31.7.56 außer Dienst gestellt, Dezember 56 abgewrackt.