Metz

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    französische Stadt in Lothringen an der Mündung der Seille in die Mosel mit 105 000 Einwohnern (1940). Metz wurde am 17.6.40 von deutschen Truppen genommen und Sitz der deutschen Zivilverwaltung. Danach dem Gau Westmark zugeschlagen, war der Raum Metz im Herbst 44 Schauplatz schwerer Abwehrkämpfe. Ende August 44 erreichte die 3. US-Armee (Patton) nach einem kräftezehrenden 50-tägigen Vormarsch durch ganz Frankreich die Maas. Ihr XX. Korps (Walker), das vor Metz hielt, umfasste 2 Infanterie- und 1 Panzerdivision, die deutsche 1. Armee (v. Knobelsdorff) konnte etwa ebenso starke Kräfte (zunächst unter General Lübbe, dann General Kittel) zur Verteidigung einsetzen. Ein erster Versuch der Amerikaner im September 44, Metz einzuschließen und die Verteidiger damit zum Rückzug zu zwingen, scheiterte an ungünstigem Wetter und massivem Abwehrfeuer der Festungsgeschütze, sodass, auch wegen anderer Prioritäten (Arnheim), im Oktober eine Pause eintrat. Erst am 7.11. griffen die GIs wieder an, konnten im Norden einen Brückenkopf bilden und im Süden die Seille überqueren. Am 19.11. schloss sich die Zange um Metz, am 20. ergaben sich die Festungswerke und am 22. erlosch der letzte Widerstand in der Stadt.