Marshall-Inseln

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Nach der Landung amerikanischer Marines im Kampf um die Marshallinseln, Februar 1944

    Inselgruppe Mikronesiens im mitteleren Pazifik, bestehend aus 34 in 2 Reihen angeordneten Koralleninseln (Atolle) und 320 kleineren Inseln mit zusammen 181 km² Landmasse, die sich über ein Seegebiet von rund 1 Million km² verteilen, Hauptinsel Jaluit. 1885 bis 1919 deutsches Schutzgebiet, waren die Marshallinseln danach japanisches Mandatsgebiet und gerieten nach der amerikanischen Eroberung der Gilbertinseln im Februar 44 in die Reichweite der US-Inselspringer. Zunächst griffen Trägerkampfgruppen und landgestützte Maschinen die verschiedenen Inselgruppen an, um die dortigen japanischen Luftbasen auszuschalten. Erstes Landungsziel der amphibischen Streitkräfte war das zur westlichen Ralikgruppe gehörende Atoll Kwajalein beim Unternehmen "Flintlock", das in den ersten Februartagen ablief und dem am 17.2. die Operation "Catchpole" gegen Eniwetok folgte. Gleichzeitig unternahm die Task Force 58 (Mitscher) einen Trägervorstoß gegen die Karolineninsel Truk. Der Verlust der Marshallinseln zwang Japan, seinen Verteidigungsring weiter nach Norden bis zu den Marianen zurückzunehmen, die nächstes Ziel der amerikanischen Gegenoffensive werden sollten.