Malaya

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    britische Besitzung auf der Malaiischen Halbinsel in Südostasien mit 125 000 km² und rund 4 Millionen Einwohnern (1939), Hauptstadt Kuala Lumpur. Malaya gehörte zu den ersten Invasionszielen der Japaner nach Beginn der Feindseligkeiten in Fernost: Am 8.12.41 landete an der Ostküste beiderseits der Grenze zu Thailand die japanische 25. Armee (Yamashita) mit 35 000 Mann und überrannte die 600 km lange Halbinsel in 54 Tagen. Die britischen Verteidiger unter Generalleutnant Percival konnten zwar 80 000 Soldaten aufbieten, verfügten aber im Gegensatz zu den Japanern nicht über Panzer und nur über wenige schwere Waffen; die 158 modernen Maschinen der RAF wurden bereits am Invasionstag weitgehend am Boden ausgeschaltet. Auch ein Hilfsversuch der Royal Navy schlug fehl: Am 10.12. wurde die Force Z mit den Schlachtschiffen Repulse und Prince of Wales, die japanische Landungskonvois abfangen sollten, im Südchinesischen Meer von 90 japanischen Marinebombern angegriffen und zersprengt, beide Großkampfschiffe gingen verloren. Yamashita hielt nichts mehr auf; durch überholende Landungen, Dschungelmärsche und frontale Panzerangriffe warf er die Briten aus allen Verteidigungsstellungen. Am 11.1.42 fiel Kuala Lumpur mit dem Hauptquartier des britischen III. Korps (Heath), am 24.1. begann der britische Rückzug über die Straße von Johore nach Singapur an der Südspitze der Halbinsel, am 15.2. endete mit der Kapitulation dieser letzten Bastion der Kampf um Malaya.

    Zu der geplanten Rückeroberung kam es 1945 wegen des Kriegsendes nicht mehr.