Luzon

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    größte Insel der Philippinen mit der Hauptstadt Manila, 108 172 km² und 7,3 Millionen Einwohner (1941). Luzon war am 10.12.41 Ziel erster japanischer Landungen, denen am 24.12. die Hauptlandung der 14. Armee (Homma) folgte. Sie drängte die verteidigenden Amerikaner und Filipinos unter MacArthur auf die Halbinsel Bataan zurück, wo sie am 9.4.42 kapitulierten, 76 000 Mann gingen in Gefangenschaft; die Inselfestung Corregidor kapitulierte erst am 6.5.42.

    Die Rückeroberung von Luzon durch die Amerikaner begann nach vorbereitenden Landungen auf Leyte und Mindoro am 9.1.45, als unter dem Schutz der 7. US-Flotte (Kinkaid) 68 000 Mann der 6. Armee (Krueger) an der Nordwestküste an Land gingen. Der japanische Oberbefehlshaber Yamashita zog sich mit seinen 260 000 Mann in die Bergregionen zurück und lieferte den angreifenden US-Truppen erbitterte Abwehrschlachten u.a. um Manila, das erst am 3.3. in amerikanischer Hand war, nachdem Corregidor am 26.2. und Bataan am 28.2. zurückerobert worden waren. Bis zum 13.4. wehrte sich noch das "Betonschlachtschiff" Fort Drum an der Einfahrt zur Manilabucht, es wurde durch Hineingießen und Inbrandsetzen von 15 000 l Benzin buchstäblich ausgeräuchert. Nach letzten Sturmangriffen auf die japanischen Bergstellungen fiel am 26.4.45 das schwer befestigte japanische Hauptquartier Bangui, womit die Schlacht um Luzon beendet war. Sie hatte 7933 GIs das Leben gekostet, 32 732 waren verwundet worden; japanische Verluste: 192 000 Mann.