Lothar Rendulic

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    deutscher Generaloberst (1.4.44)

    geboren: 23. November 1887 Wiener Neustadt gestorben: 17. Juli 1971 Linz/Donau


    Leutnant im k. u. k.-Heer 8.8.10, im österreichischen Bundesheer 1933 Oberst, in der Wehrmacht 1.12.39 Generalmajor, 1.12.41 Generalleutnant, 1.12.42 General der Infanterie. Rendulic nahm als Chef des Generalstabs des XVII. AK (Wien, später Linz) am Polenfeldzug und als Führer der 14. Infanteriedivision seit 15.6.40 am Frankreichfeldzug teil. Bei Beginn des Kriegs gegen die Sowjetunion befehligte er die 52. Infanteriedivision, die er am 5.10.40 übernommen hatte. Am 1.11.42 wurde Rendulic Kommandierender General des XXXV. AK bei der Heeresgruppe Mitte, am 15.4.43 Oberbefehlshaber der 2. Panzerarmee auf dem Balkan und am 25.6.44 der 20. Gebirgsarmee in Finnland. Danach führte er in rascher Folge verschiedene Heeresgruppen: 15.1.45 Kurland, 27.1.45 Nord, 10.3.45 erneut Kurland und 25.3.45 Süd. Am 7.5.45 kapitulierte Rendulic mit seinen Verbänden in Österreich und ging in amerikanische Gefangenschaft. Im Südostprozess zu 25 Jahren Haft verurteilt, wurde er am 1.2.51 zu 10 Jahren Gefängnis begnadigt und bereits am 16.12.51 freigelassen.

    Ritterkreuz (6.3.42) mit Eichenlaub (15.8.43) und Schwertern (17.1.45).