Leclerc

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    eigentlich Jacques Philippe de Hauteclocque; 1924 Absolvent der Offiziersschule Saint-Cyr, Kolonialdienst, 1934 Hauptmann, Dozent in Saint-Cyr. Bei Beginn des deutschen Angriffs im Westen (10.5.40) war Leclerc Chef des Stabs der 4. motorisierten Division in Belgien, die bei Lille eingekesselt wurde. Leclerc schlug sich zu den eigenen Linien durch, wurde an der Aube verwundet und setzte sich nach der Niederlage Frankreichs nach London ab. Dort am 22.7.40 eingetroffen, nahm er den Namen Leclerc an und wurde von de Gaulle nach Französisch Äquatorialafrika entsandt zur Überführung der Kolonien ins freifranzösische Lager. Das gelang ihm in Kamerun und im Tschad, wo ihn die Beförderung zum Oberst (Dezember 40) und der Auftrag erreichte, mit einer motorisierten Marschkolonne über 1600 km quer durch die Sahara Angriffe nach Südostlibyen vorzutragen. Mit 350 Mann besetzte Leclerc am 2.3.41 die Kufra-Oasen. Anfang 1943 stieß er mit 2500 Mann weiter nach Tripolis vor, wo er sich am 23.1.43 der britischen 8. Armee anschloss. Inzwischen Divisionsgeneral, stellte er am 24.8.43 in Marokko die französische 2. Panzerdivision auf, die Anfang August 44 in die Invasionsschlacht geworfen wurde und im Verband des XV. US-Korps (Haislip) auf Paris marschierte. Bei der Besetzung der französischen Hauptstadt ließen die Amerikaner Leclerc am 24.8.44 den Vortritt, sodass er die Kapitulation des deutschen Wehrmachtbefehlshabers v. Choltitz entgegennehmen konnte. Es folgte die Befreiung Straßburgs am 23.11.44 und ein zügiger Vormarsch, der am 5.5.45 in Berchtesgaden endete. Danach Oberbefehlshaber in Fernost und seit Juli 46 in Nordafrika, kam Leclerc bei einem Flugzeugabsturz ums Leben.