Kurt Student

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Kurt Student, deutscher Generaloberst der Flieger

    1910 Eintritt ins Heer, im 1. Weltkrieg bei den Fliegern, 1918 Hauptmann, danach Referent für Flugtechnik und beteiligt an der heimlichen Luftrüstung, 1933 Kommandeur der Technischen Schulen, später der Erprobungsstelle Rechlin, Inspekteur der Fliegerschulen und Höherer Fliegerkommandeur 3. Am 1.4.38 zum Generalmajor ernannt, wurde Student am 1.7.38 Kommandeur der Fallschirmtruppe, seit September 38 der 7. Fliegerdivision, die zu Beginn des Feldzugs im Westen zur Wegnahme strategisch wichtiger Brücken (u.a. in Rotterdam) und Stellungen eingesetzt wurde. Für seine Verdienste dabei wurde der erst am 1.1.40 zum Generalleutnant beförderte Student schon am 29.5.40 zum General der Flieger ernannt und im folgenden Jahr als Kommandierender General des XI. Fliegerkorps mit der Eroberung Kretas aus der Luft beauftragt. Seine Fallschirmjäger hatten nur noch einmal einen spektakulären Luftlandeeinsatz, als sie am 12.9.43 Mussolini aus der Haft auf dem Gran Sasso befreiten (Unternehmen "Eiche"). Student war danach vom 1.5. bis zum 18.11.44 und erneut vom 10. bis zum 18.4.45 Oberbefehlshaber der 1. Fallschirmarmee. In der Zeit dazwischen führte er die Heeresgruppe H und wurde am 28.4.45, wenige Tage vor Kriegsende, noch Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Weichsel. Am 28.5.45 verhaftet, wurde Student von einem amerikanischen Militärgericht zu 5 Jahren Haft verurteilt, aber schon wenig später nach einer erfolgreichen Berufung freigelassen.

    Ritterkreuz (12.5.40) mit Eichenlaub (27.9.43).