Krim (autonome Republik)

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Deutsche Soldaten bei einer "Säuberungsaktion" gegen sowjetische Partisanen auf der Krim
    Deutscher Vormarsch auf der Krim im Herbst 1941

    sowjetische Halbinsel an der Nordküste des Schwarzen Meers mit 26 000 km² und 1,1 Millionen Einwohnern (1939). Nach der Eroberung der Ukraine im Russlandfeldzug im Herbst 41 und der Zerschlagung starker sowjetischer Kräfte am Asowschen Meer versuchte die deutsche 11. Armee (v. Manstein) seit 24.9.41 den Zugang zur Krim, die von der sowjetischen 51. Armee verteidigt wurde, durch die Enge von Perekop zu erzwingen. Erst am 27.10. gelang der Durchbruch, und bis 16.11. war die Halbinsel bis auf die eingeschlossene Seefestung Sewastopol in deutscher Hand. Rückeroberungsversuche der Roten Armee durch Landungen bei Feodosia und Kertsch (Ende Dezember 41) sowie bei Eupatoria (5.1.42) scheiterten, ein sowjetischer Brückenkopf bei Kertsch wurde im Mai 42 zerschlagen, wobei 150 000 Rotarmisten in Gefangenschaft gerieten. Nach schweren Angriffen durch Stukas und Artillerie (u.a. Eisenbahngeschütz Dora) im Juni 42 gelang am 1.7.42 die Erstürmung Sewastopols und die Gefangennahme der überlebenden rund 100 000 Verteidiger. Über die Straße von Kertsch konnten Ende 42/Anfang 43 Teile der vom Kaukasus zurückgehenden deutschen Heeresgruppe A (v. Kleist) auf die Krim überführt werden. Im Verlauf des sowjetischen Vormarschs wurde die deutsche 17. Armee im Dezember 43 auf der Krim abgeschnitten und verlor 80 000 Mann, da Hitler erst viel zu spät die Räumung der Halbinsel genehmigte (8.5.44).