Konstantin Konstantinowitsch Rokossowski

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    einberufen August 14, im Bürgerkrieg bei der Roten Armee, 1919 Mitglied der KPdSU, 1929 Frunse-Militärakademie, im Zuge der Stalinschen Säuberungen 1937 verhaftet. Nach seiner Freilassung wurde Rokossowski mit der Führung des V. Kavalleriekorps betraut und kommandierte als Generalmajor bei Beginn des deutschen Angriffs im Juni 41 das IX. mechanisierte Korps, seit 7.8.41 die 16. Armee, mit der er an der Schlacht um Moskau teilnahm und bei der sowjetischen Winteroffensive erhebliche Geländegewinne erzielte. Im März 42 schwer verwundet, erhielt Rokossowski am 13.7.42 als Generalleutnant den Oberbefehl über die Brjansker Front, am 30.9.42 über die Donfront, mit der er entscheidenden Anteil hatte an der Aufsplitterung und schließlichen Vernichtung des deutschen Kessels in Stalingrad. Rokossowski wurde dafür am 15.1.43 zum Generaloberst befördert. Im Februar 43 wurde sein Großverband in Zentralfront umbenannt und nordwestlich Kursk eingesetzt. In der Schlacht um Weißrussland führte Rokossowski die 1. Weißrussische Front, befreite am 3.7.44 Minsk, zeichnete sich bei der Zerschlagung der deutschen Heeresgruppe Mitte (Busch) bis Ende Juli 44 aus und erreichte am 14.9.44 Praga, eine Vorstadt Warschaus, wo der Aufstand der polnischen Heimatarmee tobte, ohne dass Rokossowski eingreifen wollte oder durfte. Im November 44 wurde er Oberbefehlshaber der 2. Weißrussischen Front, die im März 45 Ostpreußen vom Restreich trennte: 28.3. Gotenhafen/Gdingen, 30.3. Danzig. Nach Einnahme von Stettin (26.4.) führte Rokossowski in der Schlacht um Berlin den rechten sowjetischen Flügel. Am 24.6.45 kommandierte er in Moskau die große Siegesparade der Roten Armee. Zunächst Befehlshaber in einem Militärbezirk und stellvertretender sowjetischer Verteidigungsminister, wurde Rokossowski 1949 "auf Bitten der polnischen Regierung mit Billigung der Sowjetregierung " polnischer Verteidigungsminister. 1956 Rückkehr.