Kongo

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    japanisches Schlachtschiff, 18.5.12 Stapellauf, 16.8.13 in Dienst gestellt, 29 330 t, 30 Knoten, 214,6 m lang, 31 m breit, bis 1437 Mann Besatzung; Bewaffnung: 8x35,6 cm, 14x15,2 cm, 8x12,7 cm, 40 kleinere Rohre. Gleich nach Beginn des Pazifikkrieges fuhr die Kongo in Deckung für die japanische "Südexpeditionsflotte", die am 8.12.41 Truppen an der Ostküste Malayas, am 21.12.41 das Gros der japanischen 14. Armee (Homma) im Lingayen-Golf auf den Philippinen und am 22.2.42 die Masse der japanischen 16. Armee auf Java landete. Im April 42 nahm die Kongo erneut Sicherungsaufgaben wahr beim Trägerraid von Vizeadmiral Nagumo gegen Ceylon und gehörte in der Schlacht bei Midway zur Landungsgruppe von Vizeadmiral Kondo. Mitte Oktober 42 beschoss sie zusammen mit der Haruna den Flugplatz Henderson Field auf Guadalcanal und brachte durch Vernichtung der Treibstoffvorräte und zahlreicher Flugzeuge die dort gelandeten US-Truppen an den Rand einer Niederlage. In der Schlacht bei den Santa-Cruz-Inseln (25./26.10.42) trug die Kongo zum taktischen japanischen Erfolg bei. Nach Teilnahme an den Schlachten in der Philippinensee (16.-22.6.44) und im Leytegolf (17.26.10.44), wo sie den US-Geleitträger Gambier versenkte und selbst beschädigt wurde, ging die Kongo am 21.11.44 nordwestlich Formosa nach einem Torpedotreffer vom US-U-Boot Sealion (Lieutnant-Commander Reich) verloren.