Kommandant des rückwärtigen Armeegebiets

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    (Korück), jedem Armeeoberkommando bei der Mobilmachung im August 39 zugeteilte Kommandobehörde für die Einheiten und Ordnungsdienste hinter der Front. Aufgestellt wurden zunächst 9 mit dreistelligen Zahlen bezeichnete Kommandanten des rückwärtigen Armeegebiets, denen schon im September 11 weitere folgten, Anfang 40 kamen noch 3 Kommandanten hinzu, im Sommer 40 wurde der Kommandant des rückwärtigen Armeegebiets Norwegen eingerichtet. Ein Teil der Kommandanten des rückwärtigen Armeegebiets wurde nach dem Polenfeldzug oder im Lauf des Jahres 1940 zu Divisionsstäben, Oberfeldkommandanturen oder Militärverwaltungsbezirken umgebildet. Für die Feldzüge im Südosten und im Osten erfolgten nach Bedarf Neuaufstellungen. Bis 1944 gab es nur in Afrika und hinter der Ostfront Korück-Behörden, in allen anderen besetzten Ländern bestanden Militärverwaltungsgebiete. Die an der Invasionsfront eingesetzten Armeen 1 und 7 sowie die 5. Panzerarmee und die 14. Armee in Italien erhielten erst im Sommer 44 Korück-Stellen, die nicht mehr nummeriert, sondern nach den Armeen benannt waren. Korück-Posten erhielten gewöhnlich Offiziere im Generalrang, meist Generalleutnante.