Komet

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    deutscher Hilfskreuzer (Schiff 45), 2.6.40 in Dienst gestellt; 3287 BRT, Länge 115,4 m, Breite 15,3 m, Höchstgeschwindigkeit 14,5 Knoten, 269 Mann Besatzung; Bewaffnung: 6x15 cm, 1x6-cm-Bootskanone, 6 Rohre Flak, 6 Torpedorohre, 2 Bordflugzeuge Arado Ar 196. Die Komet erreichte ihren Operationsraum im Pazifik im September 40 über die Nordpolarroute mit Hilfe sowjetischer Eisbrecher (Passagegebühr fast 1 Millionen Reichsmark). Nach gemeinsamen Operationen mit Orion und erfolgreicher Beschießung der Phosphat-Insel Nauru lief das Schiff in den Atlantik, erreichte unter dem Schutz deutscher U-Boote Cherbourg am 26.11.41 und vier Tage später Hamburg. Während der 516 Seetage waren der Komet über 63 000 BRT (z.T. zusammen mit Orion) feindlicher Schiffsraum zum Opfer gefallen. Von Februar bis Oktober 42 wurde sie zu einer 2. Fahrt ausgerüstet, zu der sie am 8.10. auslief. Zunächst konnte der Hilfskreuzer britischen Angriffen im Kanal ausweichen, wurde aber in der Nacht 14./15.10.42 bei Cap de la Hague gestellt und von einem britischen Torpedoboot versenkt, wobei 251 deutsche Seeleute ihr Leben verloren.