Karl Wolff

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    deutscher SS-Führer

    geboren: 13. Mai 1900 Darmstadt gestorben: 15. Juli 1984 Rosenheim


    1931 NSDAP- und SS-Beitritt, Juli 33 persönlicher Adjutant Himmlers, 30.1.37 Gruppenführer, 1939 Verbindungsmann zum Führerhauptquartier. Wolff ging als Höchster SS- und Polizeiführer am 23.9.43 nach Italien, wo er seit 26.7.44 als Bevollmächtigter General der Wehrmacht die Regierung Mussolini in Salò kontrollierte. Bei sich abzeichnender deutscher Niederlage knüpfte Wolff Kontakte zum US-Geheimdienst in der Schweiz und erreichte eine vorzeitige Waffenstreckung am 29.4.45 (in Kraft 2.5.). Im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher trat Wolff als Zeuge auf, wurde selber in einem deutschen Spruchkammerverfahren 1949 zu 4 Jahren Gefängnis und am 30.9.64 wegen Beihilfe zum Mord in mindestens 300 000 Fällen (Judendeportationen) zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt; 1971 Haftverschonung aus Gesundheitsgründen.