Karl Maus

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    als 16-Jähriger Eintritt ins Heer, 1918 während der Pilotenausbildung abgestürzt und schwer verletzt, Freikorpsmitglied, 1.4.22 Abschied als Oberleutnant, Studium der Zahnmedizin (1.3.29 Promotion). Maus ließ sich am 1.9.34 reaktivieren, nahm am Polenfeldzug teil, führte im Frankreichfeldzug das II. Bataillon des Schützenregiments 69 (10. Panzerdivision), das als erste deutsche Einheit den Kanal bei Calais erreichte. Als Oberstleutnant (1.4.41) ging Maus mit seinem Bataillon in den Ostfeldzug, kam Anfang Dezember 41 bis auf 18 km an Moskau heran und wurde 1942 bei Orel schwer verwundet; 1.4.42 Oberst. Am 30.1.44 übernahm er die Führung der 7. Panzerdivision und wurde am 1.4.44 zum Generalmajor befördert, nachdem sich die Division als "wandernder" Kessel an der südlichen Ostfront zurückgekämpft hatte. Im August 44 war er in Litauen, dann in Westpreußen eingesetzt und musste sich schließlich auf die Halbinsel Hela zurückziehen. Erneut schwer verwundet (Beinamputation), geriet Maus nach Abtransport über See in Mecklenburg am 8.5.45 mit den Resten seiner Division in britische Gefangenschaft; nach dem Krieg wieder als Zahnarzt in Hamburg tätig.

    Ritterkreuz (26.11.41) mit Eichenlaub (24.11.42), Schwertern (23.10.44) und Brillanten (15.4.45).