Karl Adolf Hollidt

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Eintritt ins Heer 19.7.09, in der Reichswehr 1.1.35 Oberst, in der Wehrmacht 1.4.38 Generalmajor, 1.4.40 Generalleutnant, 1.4.42 General der Infanterie. Seit 10.11.38 Infanterieführer IX, stellte Hollidt am 28.8.39 die 52. Infanteriedivision auf, mit der er nach Kriegsbeginn in der Saarpfalz lag. Am 1.11.39 wurde Hollidt Chef des Generalstabs beim Oberbefehlshaber Ost in Polen und im Frankreichfeldzug Chef des Generalstabs der 9. Armee. Mit der 50. Infanteriedivision, die er seit 25.11.40 befehligte, nahm Hollidt am Balkanfeldzug und am Angriff auf die Sowjetunion teil (bei der 11. Armee im Südabschnitt). Dort übernahm er am 23.1.42 als Kommandierender General das XVII. AK, am 23.11.42 die "Armeeabteilung Hollidt" und führte vom 5.3.43 an die nach Stalingrad neu gebildete 6. Armee. Am 7.4.44 zur Führerreserve versetzt, geriet Hollidt im Mai 45 in amerikanische Kriegsgefangenschaft, wurde im OKW-Prozess in Nürnberg am 28.10.48 zu 5 Jahren Haft verurteilt und bereits zu Weihnachten 49 freigelassen.

    Ritterkreuz (8.9.41) mit Eichenlaub (17.5.43).