Karl Adolf Eichmann

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    deutscher SS-Obersturmbannführer

    geboren: 19. März 1906 in Solingen gestorben: 31. Mai 1962 in Ramle (Israel)


    1.4.32 Betritt zur österreichischen NSDAP und zur SS, 1.10.34 zum "Judenreferat" im SS-Hauptamt, August 38 Leiter der "Zentralstelle für jüdische Auswanderung" in Wien, Oktober 39 der "Reichszentrale für die jüdische Auswanderung" in Berlin. Seit Dezember 39 war Eichmann im RSHA, Amt IV, Referat IVD4 für "Auswanderung und Räumung" zuständig, dann im Referat IVB4 für "Judenangelegenheiten und Räumung", worunter zunächst Deportation und schließlich in der äußersten Konsequenz der nationalsozialistischen Judenverfolgung die Ermordung der jüdischen Bürger im deutschen Machtbereich zu verstehen war. Die Verschleppung von insgesamt etwa 3 Millionen Menschen in die Vernichtungslager wurde von Eichmanns Dienststelle organisiert. Bei Kriegsende in amerikanische Gefangenschaft geraten, konnte Eichmann 1946 fliehen und mit kirchlicher Hilfe in Argentinien untertauchen. Dort spürte ihn der israelische Geheimdienst auf und entführte ihn nach Israel, wo er am 11.12.61 zum Tod verurteilt wurde.