Kammhuber-Linie

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    von Sylt bis zur Scheldemündung reichende Kette von Scheinwerfern und Flak-Batterien, seit Sommer 40 von Kammhuber für die Nachtjagd aufgebaut. Hinter der Kammhuber-Linie auf einem 25 km breiten Streifen von Scheinwerfern vor den Flakstellungen waren die Nachtjäger in Luftbereitschaftszonen stationiert. Bereits in der Luft befindliche Maschinen konnten anfliegende Bomber angreifen, sobald sie von den Lichtkegeln erfasst waren und bevor die Flak das Feuer eröffnete. Die Kammhuber-Linie wurde ständig verfeinert. Schon im Oktober 40 standen Würzburg-Geräte zur Verfügung, sodass ein 30 km breiter Radar-Streifen noch vor den Scheinwerfergürtel gelegt werden konnte, der den Nachtjägern Angriffe in völliger Dunkelheit ermöglichte. Weiter perfektioniert wurde die Verteidigung an der Kammhuber-Linie durch das so genannte Himmelbettverfahren.