Julius Streicher

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    deutscher Politiker

    geboren: 12. Februar 1885 in Fleinhausen, Schwaben gestorben: 16. Oktober 1946 in Nürnberg


    Lehrer, 1921 NSDAP-Beitritt, 1923 Gründung der antisemitischen Zeitschrift "Der Stürmer" und Teilnahme am Hitlerputsch, 1928 Gauleiter von Franken, 1933 Reichstagsabgeordneter, 1935 maßgebliche Beteiligung an den Nürnberger Rassegesetzen. Obwohl in der Folgezeit zunehmend entmachtet, trug Streicher mit seiner primitiven Hetze entscheidend zur Judenverfolgung bei. Er wurde nach Kriegsende am 23.5.45 verhaftet und am 1.10.46 vom Internationalen Militärtribunal in Nürnberg als einer der Hauptkriegsverbrecher wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zum Tod verurteilt.