Josip Tito

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    jugoslawischer Marschall (29.11.43) und Politiker

    geboren: 25. 1892 Kumrovec (Kroatien) gestorben: 4. 1980 Ljubljana


    ursprünglich J. Broz; 1918-20 Dienst in der Roten Armee, 1920 Mitbegründer der kommunistischen Partei in Jugoslawien, zeitweise in Haft oder im Exil, 1937 Generalsekretär der KPJ, Kampf gegen Franco im Spanischen Bürgerkrieg. Nach dem deutscher Balkanfeldzug beschloss die KPJ am 4.7.41 den bewaffneten Kampf gegen die Besatzer. Tito arbeitete dabei zunächst mit den Cetnici seines bürgerlichen Rivalen Mihailowic zusammen, löste dann aber seine Partisanen aus der Verbindung und konnte allmählich neben der sowjetischen auch britische Hilfe gewinnen. Seine Verbände entwickelten sich zu einer regulären Armee, die den deutschen Truppen erhebliche Schwierigkeiten bereitete und bald bis auf die Städte das gesamte Landesinnere kontrollierte. Nach dem Krieg und blutiger Abrechnung mit den Kollaborateuren sowie politischen Feinden wurde Tito am 29.11.45 Ministerpräsident der Volksrepublik Jugoslawien, brach 1948 mit Stalin, wurde 1953 Staatspräsident (ab 1963 auf Lebenszeit) und stabilisierte den Vielvölkerstaat dank seiner großen Autorität und dem Nimbus des Befreiers von der faschistischen Fremdherrschaft.