Johannes Frießner

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Eintritt ins Heer 20.3.11, in der Reichswehr 1.4.33 Major und in der Wehrmacht 1.3.38 Oberst und Chef des Stabes des Inspekteurs der Kriegsschulen. Mit Kriegsbeginn wurde Frießner Inspekteur des Erziehungs- und Bildungswesens des Heeres und am 1.8.40 zum Generalmajor befördert. Im Mittelabschnitt der Ostfront übernahm er am 1.5.42 das Kommando über die 102. Infanteriedivision, erhielt am 1.10.42 die Ernennung zum Generalleutnant und führte vom 19.1.43 bis 11.12.43 als Kommandierender General das XXIII. AK. Seit 1.4.43 General der Infanterie, wurde Frießner am 12.12.43 mit der Führung der 4. Armee betraut, am 2.2.44 zum Befehlshaber der "Nahtgruppe Frießner" am Ilmensee und am 23.2.44 zum Oberbefehlshaber der Armeeabteilung Narwa ernannt. Danach führte Frießner mehrere Heeresgruppen: 3.7.44 Nord, 25.7.44 Südukraine, später Südost. Am 23.12.44 wurde er von Hitler durch General der Infanterie Wöhler ersetzt und nicht mehr verwendet. Bei Kriegsende geriet Frießner in amerikanische Gefangenschaft und wurde Ende November 47 aus dem Nürnberger Gefängnis entlassen.

    Ritterkreuz (23.7.43) mit Eichenlaub (9.4.44).