Jisaburo Ozawa

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    bis 1909 Marineakademie, zunächst Kommandant von Torpedobooten, dann von Zerstörern, 1926 als Fregattenkapitän im Stab der Vereinigten Flotte, 1929 Studienreise in die USA und nach Europa, 1934 Kreuzer- und 1935 Schlachtschiffkommandant, 1941 Direktor der Marinestabsakademie. Bei Angriffsbeginn im Dezember 41 wurde Ozawa Befehlshaber der Südexpeditionsflotte, mit der er die Landungen in Malaya und auf Sumatra unternahm. Es folgten Operationen im Handelskrieg im Golf von Bengalen und mit der 3. Trägerflotte Luftangriffe gegen amerikanische Vorstöße bei den Salomonen und gegen Neuguinea (April 43). Anfang 44 erhielt Ozawa den Oberbefehl über die Mobile Flotte, die fast alle großen Überwassereinheiten der Kaiserlichen Marine umfasste. Erfolge aber konnte er damit weder in der Philippinensee (Juni 44) noch im Leytegolf (Oktober 44) erringen, wo sein Angriff auf die amerikanische Landungsflotte abgewiesen wurde. Auch die Verteidigung der japanischen Küsten, die seit Frühjahr 45 zunehmend Ziel amerikanischer Träger- und Schlachtschiffraids waren, gelang kaum noch, da die gegnerische Material- und v.a. Luftüberlegenheit keine Entfaltungsmöglichkeiten mehr ließ.