Jeep

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    leichter Geländewagen der US-Army und bekanntestes alliiertes Militärfahrzeug des Krieges. Der Name ist die phonetische Wiedergabe der beiden Anfangsbuchstaben der offiziellen Truppenbezeichnung General Purpose (Vehicle), zu deutsch Allzweckfahrzeug. Der Jeep wurde 1940 aus einem robusten Farmerauto der Firma Willys Overland in Toledo (Ohio) entwickelt. Als schwergewichtigeres Pendant zum VW-Kübelwagen der Wehrmacht bewährte sich der Jeep bei vielfältigen Transport- und Kampfaufgaben. Er meisterte mit seinem Allradantrieb und wassergekühltem 54-PS-Vierzylindermotor Steigungen bis 60 Grad, durchquerte flache Gewässer und behauptete sich im Dschungel wie in der Wüste; Höchstgeschwindigkeit auf der Straße 105 km/h. Dank seiner anspruchslosen Bauweise eignete sich der Jeep vorzüglich für die Massenfertigung; rund 600 000 Stück wurden während des Krieges produziert. Die USA versorgten auch die Rote Armee und andere Verbündete mit dem Jeep, der nach 1945 Standardmodell der US-Army blieb und 1951 sogar zu Filmruhm kam in dem Streifen "Die vier im Jeep" über eine alliierte Militärpatrouille im Wien der ersten Nachkriegsjahre. Als Freizeitauto fand der Jeep immer mehr zivile Liebhaber, sodass die Nachkriegsproduktion noch einmal 2 Millionen Exemplare erreichte; das letzte rollte 1985 direkt vom Fließband ins Automuseum in Toledo.