James Fownes Somerville

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    1897 Kadett, Ausbildung im Funkdienst, im 1. Weltkrieg beauftragt mit der Ausrüstung von Großkampfschiffen mit drahtloser Feuerleitkontrolle, 1921 Kapitän zur See, Stabsaufgaben, Bordkommandos, 1933 Konteradmiral, 1936-38 Zerstörerführer im Mittelmeer, 1937 Vizeadmiral. Somerville wurde 1938 Oberbefehlshaber der britischen Ostindienflotte, musste aber wegen Erkrankung vorübergehend den Dienst quittieren. Nach Wiederherstellung dem Admiral Dover Ramsay zugeteilt, erhielt er im Juni 40 das Kommando über die Force H (Gibraltargeschwader), die er u.a. beim Überfall auf die französische Schlachtflotte in Mers el-Kebir (Juli 40), im Gefecht bei Kap Teulada (November 40) gegen die italienische Flotte und bei der Beschießung von Genua (Februar 41) einsetzte. Im Mai 41 beteiligte er sich an der Jagd auf die Bismarck und nahm dann v.a. Aufgaben der Konvoisicherung nach Malta und zum Suezkanal wahr. Nach Beginn des Krieges in Fernost übernahm Somerville die British Eastern Fleet mit Hauptquartier in Trincomalee (Ceylon) und wurde im April 42 zum Admiral befördert. Am 23.8.44 von Admiral Fraser abgelöst, ging der wegen seiner Verbindlichkeit und Bescheidenheit beliebte Somerville als Delegierter der Royal Navy nach Washington, von wo er im Oktober 45 in den Ruhestand heimkehrte.