Jacques Benoist-Méchin

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Der gelernte Journalist Benoist-Méchin machte sich als Deutschlandkenner einen Namen mit seiner 1938 veröffentlichten umfassenden "Geschichte der deutschen Armee", die er nach dem Krieg um einen sechsten Band erweiterte. Als Anhänger der Kollaboration und der "nationalen Revolution" übernahm Benoist-Méchin nach der französischen Niederlage im Rang eines Staatssekretärs verschiedene hohe Ämter in der Vichy-Regierung, wobei er sich besonders um die französisch-deutschen Beziehungen kümmerte und enge Kontakte zu Botschafter Abetz unterhielt. Er weigere sich, "für oder gegen den Sieger" zu sein, beschrieb Benoist-Méchin seine Haltung gegenüber der Besatzungsmacht, er akzeptiere es jedoch, "mit dem Sieger" zu sein. Der oberste französische Staatsgerichtshof sah darin und in der politischen Tätigkeit Benoist-Méchins Landesverrat und verurteilte ihn am 6.6.47 zum Tod. Nach seiner Begnadigung schilderte Benoist-Méchin die militärische Tragödie Frankreichs im Sommer 40 in dem Buch "Der Himmel stürzt ein" (deutsch 1958).