Iwan Danilowitsch Tschernjachowski

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    1924 Eintritt in die Rote Armee, Besuch der Artillerieschule in Kiew bis 1928, Ingenieurstudium, 1940 Oberstleutnant. Bei Beginn des deutschen Angriffs war Tschernjachowski als Oberst im Nordabschnitt Kommandeur der 28. Panzerdivision, die nach Verlust fast aller Kampfwagen in 241. Infanteriedivision umbenannt wurde. Am 5.5.42 zum Generalmajor befördert, übernahm Tschernjachowski im Juli 42 das XVIII. Panzerkorps bei Woronesch und wurde am 25.7.42 Oberbefehlshaber der 60. Armee, mit der er sich zunächst zurückziehen musste, aber im Verlauf der Schlacht um Stalingrad Woronesch am 25.1.43 wieder nehmen konnte. Er setzte den Vormarsch auf Kursk fort, eroberte die Stadt am 8.2.43 zurück und wurde am 14.2.43 zum Generalleutnant befördert. Tschernjachowksi beteiligte sich mit seinem Verband erfolgreich an der Gegenoffensive gegen das deutsche Unternehmen "Zitadelle" und erreichte Ende September 43 den Dnjepr. Im Februar 44 folgte die Ernennung zum Generaloberst und am 12.4.44 wurde Tschernjachowski Oberbefehlshaber der 3. Weißrussischen Front, die am 22.6.44, auf den Tag drei Jahre nach dem deutschen Überfall, an der sowjetischen Großoffensive gegen die deutschen Heeresgruppen Nord (Lindemann) und Mitte (Busch) teilnahm und u.a. am 13.7. Wilna eroberte. Ende August 44 stand Tschernjachowski an der ostpreußischen Grenze, von wo er im Januar/Februar 45 mit 5 Armeen auf Königsberg vorging. Er wurde in der Nähe des Schlossbergs vor Elbing tödlich verwundet.