Iwan Christoforowitsch Bagramjan

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    1923 Regimentskommandeur, April 31 Militärakademie Frunse, 1936 Generalstabsausbildung, 1938-40 Dozent für Taktik. Bagramjan war bei Kriegsausbruch als Oberst Chef der Operationsabteilung des Besonderen Militärbezirks Kiew bzw. der Südwestfront. Zum Generalmajor befördert, wurde er im September 41 stellvertretender Stabschef und nach Ernennung zum Generalleutnant im Frühjahr 42 Chef des Stabes dieser Front. Im Juli 42 erhielt er den Oberbefehl über die 16. Armee, mit der er im Februar/März 43 eine erfolgreiche Offensive Richtung Brjansk und im Juli 43 beim deutschen Unternehmen "Zitadelle" am Kursker Bogen den Vorstoß auf Orel führte. Bagramjan wurde zum Generaloberst und seine Truppe zur 11. Gardearmee ernannt. Seit November 43 Oberbefehlshaber der 1. Baltischen Front, war Bagramjan entscheidend an der Rückeroberung der Baltischen Staaten beteiligt. Im Frühherbst 44 gelang es ihm, durch schnellen Vormarsch die Ostseeküste nördlich Memel zu erreichen und damit rund 30 deutsche Divisionen in Kurland abzuschneiden. Als Armeegeneral wurde Bagramjan bei Kriegsende Chef der Hauptverwaltung Rückwärtige Dienste im Verteidigungsministerium und der Woroschilow-Generalstabsakademie.