Italo Gariboldi

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    im 1. Weltkrieg Generalstabsoffizier, 1928 Brigadegeneral, nach der Eroberung Abessiniens Militärgouverneur von Addis Abeba, danach Generalstabschef der italienischen Ostafrikaarmee. Bei Kriegsbeginn nach Italien zurückberufen, wurde Gariboldi im Juni 40 Oberbefehlshaber der 5. Armee in Nordafrika und beim italienischen Angriff auf Ägypten Stellvertreter Grazianis. Nach dessen Abberufung wurde Gariboldi Oberbefehlshaber der italienischen Streitkräfte in Nordafrika, war vom 25.3. bis 12.7.41 Generalgouverneur von Libyen und nahm an der Rückeroberung der Cyrenaika teil. Offenbar auf deutschen Druck durch Bastico ersetzt, übernahm Gariboldi im Juni 42 die italienische 8. Armee an der Ostfront, mit der er die schweren Abwehrkämpfe am Don im Herbst/Winter 42/43 mitmachte. Im Frühjahr 43 wurde er erneut nach Italien zurückbeordert und beim Ausscheiden Italiens aus dem Krieg am 9.9.43 zunächst interniert, dann an die Regierung Mussolini in Salò ausgeliefert, zu 10 Jahren Haft verurteilt und am 2.5.45 anlässlich der deutschen Kapitulation in Italien befreit. Danach Ruhestand.

    Ritterkreuz (1.4.43).