Isoroku Yamamoto

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Isoroku Yamamoto, Oberbefehlshaber der japanischen Marine
    1901 Marineakademie, Teilnahme an der Seeschlacht von Tsushima im russisch-japanischen Krieg (1905), 1919/21 Studium in den USA (Harvard), 1925 Marineattaché, 1930 Konteradmiral, 1935 stellvertretender Marineminister, 1938 Oberbefehlshaber der I. Flotte.

    Im November 40 wurde der für seine scharf antiamerikanische Haltung bekannte Yamamoto Oberbefehlshaber der japanischen Vereinigten Flotte und setzte zusammen mit Nagumo v.a. auf den Ausbau der Trägerflotte, mit der er in einem Konflikt mit den USA die weit verstreuten Ziele im Pazifik erreichen wollte. Auf Yamamoto ging auch der Plan zur Ausschaltung der amerikanischen Pazifikflotte durch den Trägerraid gegen Pearl Harbor zurück, den er leitete und mit dem er den Krieg im Pazifik auslöste. Er führte ihn mit entschlossenen Angriffen und großen Anfangserfolgen, ehe am 4.6.42 in der Seeschlacht bei Midway, bei der er persönlich den japan. Angriff kommandierte, der erste große Rückschlag folgte. Neben ungenauer Aufklärung, Unterschätzung der amerikanischen Kräfte u.a. hatte dazu die Verzettelung der japanischen Flotte durch Yamamoto beigetragen.

    Die katastrophalen Folgen für die japanische Kriegführung erlebte Yamamoto nur noch in Ansätzen: Während der Schlacht um die Salomonen reiste er Mitte April 43 zur Inspektion auf die Insel Bougainville; bei Anflug seines von einer Gruppe Zero-Jäger geschützten Bombers auf den Flugplatz von Kaihilli wurde die Maschine von amerikanischen Langstreckenjägern P-38 Lightning abgeschossen. Die Amerikaner hatten den japanischen Code entschlüsselt und kannten daher auf die Minute Yamamotos Ankunftszeit, nur eine ihrer vom 500 km entfernten Guadalcanal aus angesetzten 16 Maschinen kehrte nicht zurück. Yamamoto wurde postum zum Großadmiral befördert.