Ira C. Eaker

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    1917 Pilotenausbildung, 1923-40 verschiedene Stabspositionen beim Heeresfliegerkorps, bekannt geworden durch Pionierleistungen wie den ersten Instrumentenflug quer über die USA (1931) u.a. 1941 beobachtete Eaker für den US-Generalstab die Luftschlacht um England und kehrte ein Jahr später als Kommandeur der ersten amerikanischen Bombereinheiten nach Europa zurück. Am 17.8.42 führte er die erste Formation von 12 Flying Fortress zu einem Tagesangriff gegen den Verschiebebahnhof Rouen-Sotteville. Eaker wurde am 1.12.42 Oberbefehlshaber der 8. US-Luftflotte und erwirkte auf der Casablancakonferenz von den alliierten Stabschefs eine Grundsatzentscheidung zum Bombenkrieg gegen Deutschland, die es der amerikanischen Luftwaffe nach einer ersten Phase der Erprobung ermöglichte, parallel zu den nächtlichen Flächenangriffen der RAF ihre strategische Tagesoffensive auszuweiten. Als Oberbefehlshaber der alliierten Luftstreitkräfte im Mittelmeerraum intensivierte Eaker 1944 die Angriffe der 15. US-Luftflotte in Italien gegen Ziele in Süddeutschland und auf dem Balkan; er zeichnete für die sinnlose Bombardierung des Klosters Monte Cassino verantwortlich (15.2.44). Bei der Operation "Dragoon", der Landung in Südfrankreich (15.8.44), befehligte er eine Armada von 5000 alliierten Flugzeugen, der die deutsche Luftwaffe gerade noch 200 Maschinen entgegenzusetzen hatte. 1947 Wechsel in die Luftfahrtindustrie.