Hudson

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    zweimotoriger britischer Küstenbomber und U-Boot-Jäger Lockheed A 28/29. Die Hudson war die militärische Version der elfsitzigen US-Passagiermaschine Lockheed Model 14 und wurde nach einer ersten Bestellung von 250 Maschinen speziell für das Küstenkommando der RAF entwickelt, wo sie die Avro Anson ablöste; Erstflug 10.12.38. Die Hudson kam als erstes Kampfflugzeug amerikanischer Bauart auf britischer Seite zum Fronteinsatz und lieferte sich schon am 4.9.39 über der Nordsee das erste Luftgefecht mit einem deutschen Do 18-Flugboot. Mit der Ausweitung des U-Boot-Krieges dehnten die Hudson-Staffeln ihr Operationsgebiet auf die Gewässer um Irland und Island aus. Als Patrouillenbomber mit maximal 3476 km Reichweite trug die Serienvariante Mk III bis zu 7x7,7-mm-MG als Abwehrbewaffnung, davon zwei in einem Drehturm auf dem Rumpf, dazu vier Wasserbomben oder bis zu 340 kg Bomben. Die Maschine flog auch bei den Luftstreitkräften des Commonwealth sowie bei der US-Heeresluftwaffe als A-28/A-29 und der US Navy als PBO-1. Die Produktion lief im Frühjahr 43 aus, bis dahin waren insgesamt 2940 Hudson in 6 Baureihen hergestellt worden. Aus der größeren Zivilmaschine Lockheed 18 entstanden 1941/42 als Nachfolgemuster der Bomber Lockheed Ventura und der Transporter Lockheed C-60 Lodestar.