Horchtorpedo

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    mit akustischer Zielsucheinrichtung ausgestattetes Unterwassergeschoss. Der seit 1934 in der deutschen Kriegsmarine entwickelte Horchtorpedo arbeitete mit Empfängern, die insbesondere Schraubengeräusche registrierten und in Steuerkommandos umwandelten. Erst 1938 gelangen vereinzelt Probeschüsse und erst 1942 kam es nach mehrfacher Änderung der Aufgabenstellung zu versuchsweisem Kampfeinsatz. Frontreife Horchtorpedotypen waren schließlich nur Zaunkönig und Lerche. An der Entwicklung arbeiteten zum Schluss bis zu 2000 Mann im Werk der Torpedoversuchsanstalt in Gotenhafen. Insgesamt wurden bis Kriegsende rund 500 Horchtorpedos verschossen.