Hiryu (Flugzeug)

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    (japan. Fliegender Drache), Beiname des japan. Bombers Mitsubishi Ki-67, alliierter Codename Peggy. Die Hiryu, ein mittelschweres Armeemodell, Erstflug Januar 43, bedeutete gegenüber ihren Vorgängern einen beträchtl. Fortschritt, besonders was den Schutz der Besatzung und der Treibstofftanks betraf. Die ersten Serienmuster tauchten 1944 bei der Schlacht in der Philippinensee auf, mit Marinebesatzungen flogen sie auch Torpedoangriffe. Im letzten Kriegsjahr operierten Maschinen vom Typ Hiryu von Kiuschu aus über Iwo Jima, den Marianen und Okinawa. Die Hiryu erreichte mit 2x1900 PS maximal 537 km/h in 6000 m Höhe, normale Reichweite 2800 km, bis 800 kg Bomben intern. Die 6 bis 8-köpfige Besatzung konnte sich mit 1x20-mm-Kanone und 4x12,7-mm-MG gut verteidigen, überdies war das Baumuster mit rund 13 t Startgewicht ungewöhnlich wendig. Versuche, die Maschine in einer Sondervariante Ki-109 mit einer 7,5-cm-Bugkanone als Abfangjäger gegen die hochfliegende Superfortress einzusetzen, blieben ohne Erfolg. Viele der insgesamt 727 Hiryu standen bei Kriegsende fabrikneu zu Selbstmordeinsätzen für den Fall einer Invasion Japans bereit.