Hermann Bernhard Ramcke

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    General der Fallschirmtruppe Hermann Bernhard Ramcke

    Ramcke nahm Ende Mai 41 am Unternehmen "Merkur" gegen Kreta teil, wurde am 1.8.41 zum Generalmajor befördert und führte 1941/42 die Fallschirmjägerbrigade 2 in Afrika. Seit 21.12.42 Generalleutnant, kämpfte Ramcke nach dem deutschen Rückzug aus Tunesien in Italien und von Februar bis Juni 44 an der Ostfront. Es folgte der Einsatz am der Invasionsfront als Kommandeur der 2. Fallschirmjägerdivision und der Festung Brest, vor der Mitte August 44 die Spitzen des VIII. US-Korps (Middleton) auftauchten und die bis 27.8. eingeschlossen wurde. Ramcke konnte sich bis zum 19.9. halten, musste dann aber die Stadt übergeben und ging in Gefangenschaft. Im Dezember 46 an die Franzosen ausgeliefert, wurde er am 21.3.51 wegen angeblicher Kriegsverbrechen während der Belagerung von Brest zu 5 Jahren Haft verurteilt, aber schon am 24.6.51 freigelassen.

    Ritterkreuz (21.8.41) mit Eichenlaub (15.11.42), Schwertern und Brillanten (beides 20.9.44).