Herbert Gille

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    1910 Aufnahme ins Königlich Preußische Kadettenkorps, 1915 Leutnant, 1919 aus dem Heeresdienst ausgeschieden, Gutsverwalter. Dezember 31 SS-Anwärter, 20.4.33 Untersturmführer (Leutnant). Am 1.6.39 übernahm Gille das Kommando über eine SS-Artillerie-Abteilung, mit der er an Polen- und Frankreichfeldzug teilnahm. Als Obersturmbannführer wurde er am 15.11.40 Kommandeur des SS-Artillerieregiments 5 und stieg in dieser Dienststellung am 30.1.41 zum Standartenführer und am 1.10.41 zum Oberführer auf. Im Rahmen der SS-Division "Wiking" kämpfte Gille seit 22.6.41 im Südabschnitt der Ostfront und wurde am 20.6.42 Korpsartillerie-Kommandeur. Als Brigadeführer (9.11.42) übernahm er am 1.5.43 das Kommando über die 5. SS-Panzerdivision "Wiking" und erhielt am 9.11.43 die Ernennung zum SS-Gruppenführer. Am 6.8.44 wurde Gille Kommandierender General des IV. SS-Panzerkorps und nahm mit ihm an den vergeblichen Entsatzversuchen von Budapest und an der Schlacht von Stuhlweißenburg teil. Am 8.5.45 geriet er bei Radstadt (Österreich) in US-Gefangenschaft. Zu einer Gefängnisstrafe von 18 Monaten verurteilt, die jedoch durch die Internierungshaft als verbüßt galt, kehrte Gille 1947 heim.

    Ritterkreuz (8.10.42) mit Eichenlaub (l. 11.43), Schwertern (20.2.44) und Brillanten (20.4.44).