Helgoland

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Felseninsel in der Deutschen Bucht, Teil der preußischen Provinz Schleswig-Holstein, 45 km vor der Küste, mit vorgelagerter Düne (Badeinsel) 1,7 km², 1500 Einwohner. Helgoland kam durch Tausch gegen die Insel Sansibar (Indischer Ozean) an Deutschland und wurde wegen der strategisch günstigen Lage zum Flottenstützpunkt ausgebaut. 1918 mussten die militärischen Anlagen geschleift werden, im Zuge der Aufrüstung nach 1933 errichtete die Kriegsmarine jedoch wieder U-Boot-Bunker, Flakstellungen, Radarstationen und Munitionsdepots auf Helgoland, das daher mehrfach Ziel britischer Luftangriffe war, aber zunächst nur geringe Schäden erlitt. Erst am 18.4.45 verwüstete ein Großangriff mit 4994 t Bomben die Insel, auf der am 14.5.45 britische Truppen landeten. Nach Evakuierung der Bevölkerung diente Helgoland der RAF als Bombenübungsgelände. Die letztlich geplante völlige Vernichtung gelang jedoch selbst bei einer Großsprengung am 18.4.47 nicht; nur ein Teil der Südoststeilküste stürzte ein. Am 1.4.52 wurde Helgoland an die Bundesrepublik Deutschland zurückgegeben.