Heinz-Wolfgang Schnaufer

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    1940 freiwillige Meldung zur Luftwaffe. Schnaufer schoss am 2.6.42 als Nachtjäger den ersten Bomber ab, dem 120 weitere folgen sollten. Am 1.8.43 wurde er Kapitän der 12. Staffel des Nachtjagdgeschwaders 1 und am 31.12.43 zum Oberleutnant, am 1.5.44 zum Hauptmann und am 1.12.44 zum Major befördert. Für die hohe Zahl seiner Luftsiege benötigte Schnaufer nur 164 Einsätze, wobei er am 21.2.45 an einem Tag 9 Lancaster abschoss. Die Briten nannten ihn nach seinem belgischen Einsatzstützpunkt respektvoll "das Nachtgespenst von St. Trond" und ließen ihm am 16.2.45 sogar Geburtstagsgrüße über den Soldatensender Calais zukommen. Der erfolgreichste Nachtjäger der Welt ging als Kommandeur des Nachtjagdgeschwaders 4 nach der Kapitulation in britische Gefangenschaft, seine Me 110 mit den 121 Abschussstrichen wurde im Londoner Hyde Park ausgestellt. 1946 heimgekehrt, kam Schnaufer beim Zusammenstoß mit einem Lastkraftwagen auf der Fahrt von Biarritz nach Bordeaux ums Leben.

    Ritterkreuz (31.12.43) mit Eichenlaub (27.6.44), Schwertern (30.7.44) und Brillanten (16.10.44).