Heinrich von Vietinghoff

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    genannt Scheel; Eintritt ins Heer 6.3.06, in der Reichswehr 1.4.33 Oberst und in der Wehrmacht 1.4.36 Generalmajor, 1.3.38 Generalleutnant, 1.6.40 General der Panzertruppen. Vietinghoff war seit 24.11.38 Kommandeur der 5. Panzerdivision, mit der er am Polenfeldzug teilnahm, und führte seit 26.10.39 als Kommandierender General das XIII. AK, mit dem er den Krieg im Westen mitmachte. Seit 1.11.40 Kommandierender General des XXXXVI. Panzerkorps, kämpfte Vietinghoff auf dem Balkan und seit Angriffsbeginn an der Ostfront, zunächst bei der Heeresgruppe Nord, dann Mitte. Vom 1.9. bis 1.12.42 war er vertretungsweise Führer der 9. Armee, übernahm dann den Oberbefehl über die 15. Armee im Westen und am 15.8.43 über die 10. Armee in Italien, wo er Kesselring nach dessen schwerem Unfall vom 23.10.44 bis zum 15.1.45 als Oberbefehlshaber Südwest vertrat. Ende Januar 45 vorübergehend Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Kurland, führte Vietinghoff seit 10.3. die Heeresgruppe C in Italien und war zugleich Oberbefehlshaber Südwest. Ende April 45 nahm er Verbindung zu den Alliierten auf und unterzeichnete am 29.4. in Caserta die Kapitulation seiner Truppen, die am 2.5. um 14 Uhr in Kraft trat.

    Ritterkreuz (24.6.40) mit Eichenlaub (16.4.44).