Hauptausschuss Schiffbau

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    (HAS), im Juli 43 beim Reichsministerium für Bewaffnung und Munition eingerichtete Arbeitsgruppe, die für die Abwicklung des zwischen Rüstungsminister Speer und dem Oberbefehlshaber der Kriegsmarine Dönitz vereinbarten Flottenbauprogramms zuständig war: jährlich 6 Zerstörer, 230 Torpedo-, Schnell-, Minenräum- und Minensuchboote, 300 Sicherungsboote, 900 Fährprahme sowie monatlich 40 U-Boote. Der Hauptausschuss Schiffbau musste dafür die Werftkapazität buchen, den Materialzufluss steuern, den Personalbedarf regeln usw. Zunächst geleitet vom Werftinhaber R. Blohm, übernahm später ein Industriemanager, Otto Merker, den Hauptausschuss Schiffbau auf Wunsch Speers.