Hans von Salmuth

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Eintritt ins Heer 19.9.07, in der Reichswehr 1.5.34 Oberst, in der Wehrmacht 1.8.37 Generalmajor und 1.8.39 Generalleutnant. Am Polenfeldzug nahm Salmuth als Chef des Generalstabs der Heeresgruppe Nord teil, eine Position, die er auch im Frankreichfeldzug bei der Heeresgruppe B innehatte. Am 1.8.40 zum General der Infanterie ernannt, wurde er am 10.5.41 Kommandierender General des XXX. AK, das im Verband der 11. Armee im Südabschnitt der Ostfront in die Sowjetunion einrückte. Salmuth erhielt den Oberbefehl über die 17. Armee am 20.4.42, führte sie bis 6.6.42 und wieder im Juni/Juli 43, dazwischen war er, ebenfalls im Osten, Oberbefehlshaber der 4. und der 2. Armee. Am 1.8.43 übernahm er die 15. Armee im Westen, wurde aber am 25.8.44 nach Zusammenbruch der Invasionsfront von Hitler seines Kommandos enthoben und fand keine Verwendung mehr. Im Nürnberger OKW-Prozess verurteilten ihn die Richter am 28.10.48 zu 20 Jahren Haft. Die Strafe wurde jedoch im Gnadenwege herabgesetzt und Salmuth im Juli 53 vorzeitig entlassen.

    Ritterkreuz (19.7.40).