Hans Langsdorff

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    deutscher Kapitän zur See (1.1.37)

    geboren: 20. März 1894 Bergen (Rügen) gestorben: 20. Dezember 1939 Montevideo

    Hans Langsdorff, Kommandant des Panzerschiffes "Admiral Graf Spee"

    1.4.12 Marineeintritt, 1925 Verbindungsoffizier zur Heeresleitung, 1935 1. Admiralstabsoffizier beim Befehlshaber der Aufklärungsstreitkräfte, 1936/37 beim Flottenkommando.

    angsdorff wurde im November 38 Kommandant des Panzerschiffs Admiral Graf Spee und führte seit September 39 Handelskrieg im Indischen Ozean und im Südatlantik. Dabei gelang ihm bis Anfang Dezember 39 die Kaperung und Versenkung von 9 britischen Schiffen mit insgesamt 50 081 BRT. Er operierte dabei so geschickt, dass die Royal Navy immer mehr Einheiten zu seiner Verfolgung ansetzen musste.

    Erst am 13.12.39 gelang es einem britischen Verband, Langsdorff, den Churchill als "hochbefähigten Offizier" würdigte, vor der La-Plata-Mündung zu stellen. Obwohl sich Langsdorff zunächst behaupten konnte, geriet er in die Falle, als er sich entschloss, nach der Schlacht Montevideo zu Reparaturarbeiten anzulaufen. Als ihm die uruguayische Behörden die erforderliche Liegezeit verweigerten, sprengte er am 17.12. sein Schiff knapp außerhalb der 3-Meilen-Zone und nahm sich wenige Tage später - gehüllt in die Reichskriegsflagge - das Leben.