Hans Jeschonnek

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    deutscher General

    geboren: 9. April 1899 in Hohensalza, Posen gestorben: 18. August 1943 in Goldap


    im 1. Weltkrieg seit 1917 bei den Fliegern, Übernahme in die Reichswehr, beteiligt an der heimlichen Luftrüstung, 1934 einer der ersten Staffelführer der neuen Luftwaffe, 1.2.39 Generalstabschef der Luftwaffe. Kurz vor Kriegsbeginn wurde Jeschonnek am 14.8.39 Generalmajor, am 19.7.40 erfolgte die Beförderung zum General der Flieger. Seine anfangs positive Lagebeurteilung verkehrte sich nach der Katastrophe von Stalingrad ins Gegenteil, die wachsenden alliierten Bomberströme über den deutschen Städten überzeugten ihn, v.a. nach dem Feuersturm von Hamburg ("Gomorrha") Ende Juli 43, von der Aussichtslosigkeit des Kampfes. Als Hitler, zu dem er ein zunehmend gespanntes Verhältnis hatte, seine Forderungen nach massivem Ausbau der Jagdabwehr ablehnte, nahm sich Jeschonnek im ostpreußischen Hauptquartier der Luftwaffe das Leben.

    Ritterkreuz (27.10.39).