Hans Graf von Sponeck

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    1.2.38 Generalmajor. Sponeck wurde am 1.2.39 Kommandeur der 22. Infanteriedivision, die er auch bei Kriegsbeginn befehligte. Im Russlandfeldzug übernahm er am 10.10.41 das XXXXII. AK, das er bei der Eroberung der Krim führte. Im Dezember 41 sah sich Sponeck auf der Halbinsel Kertsch dem Angriff von 2 sowjetischen Armeen gegenüber, die unter dem Schutz starker Seestreitkräfte gelandet waren, und befahl am 29.12.41 gegen die Weisungen seiner Vorgesetzten zur Rettung seines Korps die Räumung von Kertsch. Dafür am 31.12. seines Kommandos enthoben und vor ein Kriegsgericht unter Vorsitz Görings gestellt, wurde Sponeck am 23.1.42 wegen "fahrlässigen Ungehorsams im Felde" zum Tod verurteilt und am 22.2.42 zu 6 Jahren Festungshaft begnadigt. Obwohl damit gar nicht in der Lage, mit dem Militärischen Widerstand zu konspirieren, ließ Himmler Sponeck nach dem Attentat vom 20.7.44 als Mitverschwörer erschießen.

    Ritterkreuz (14.5.40).