Hans Günther von Kluge

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    deutscher Generalfeldmarschall

    geboren: 30. Oktober 1882 in Posen gestorben: 18. August 1944 in der Nähe von Metz


    1901 Eintritt ins Heer, im 1. Weltkrieg Generalstabsoffizier, rasche Karriere in Reichswehr und Wehrmacht: 1.2.33 Generalmajor, 1.4.34 Generalleutnant, 1.8.36 General der Artillerie.

    Im Polenfeldzug führte Kluge die 4. Armee, wurde am 1.10.39 zum Generaloberst befördert und rückte mit seinem Verband am 10.5.40 bei der Heeresgruppe A (v. Rundstedt) in Frankreich ein. Auch im Osten befehligte er zunächst die gleiche Armee bei der Heeresgruppe Mitte (v. Bock), ehe er am 18.12.41 selbst Oberbefehlshaber der Heeresgruppe wurde. Sein Erster Generalstabsoffizier v. Tresckow bemühte sich ohne sonderlichen Erfolg, Kluge auf die Seite des militärischen Widerstands zu ziehen. Am 12.10.43 musste Kluge nach einem Autounfall sein Kommando abgeben und konnte erst nach der angloamerikanischen Invasion am 2.7.44 den Posten des Oberbefehlshabers West übernehmen. Am 19.7. erhielt er nach Rommels Verwundung auch den Befehl über die Heeresgruppe B an der Invasionsfront und konnte sich von der völligen Sinnlosigkeit weiteren Widerstands überzeugen. Dennoch verweigerte er sich am 20.7. beim Umsturzversuch den Verschwörern, wurde aber wegen des Verdachts der Verbindung zu ihnen am 17.8. seiner Posten enthoben. In einem Abschiedsbrief an Hitler betonte Kluge noch einmal seine unwandelbare Treue und beschwor ihn, den verlorenen Krieg zu liquidieren. Auf der Rückfahrt nach Deutschland nahm er sich das Leben.

    Ritterkreuz (30.9.39) mit Eichenlaub (18.1.43) und Schwertern (2.11.43).