Hans-Ulrich Rudel

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    deutscher Oberst der Luftwaffe (1. 1. 45)

    geboren: 2. Juli 1916 Konradswaldau (Schlesien) gestorben: 18. Dezember 1982 Rosenheim

    Hans-Ulrich Rudel, Fliegeroberst

    4.12.36 Eintritt in die Luftwaffe, 1937/38 Flugausbildung (Stuka und Aufklärer). Rudel kam im April 41 zur I. Gruppe des Schlachtgeschwaders 2 "Immelmann" nach Griechenland und bei Beginn des Russlandfeldzugs in den Osten, wo er am 10.2.43 als erster den 1000. Feindflug erreichte. Am 1.4.43 zum Hauptmann befördert, wurde Rudel am 22.2.44 Kommandeur der III. Gruppe seines Geschwaders und erhielt eine Woche später die Ernennung zum Major. Seine steile Karriere verdankte der junge Schlachtflieger der Spezialisierung auf die Panzerjagd, die er in insgesamt 2530 Einsätzen perfektionierte. Auf einer Ju 87, mit 3,7-cm-Kanonen zur "fliegenden Pak" umgerüstet, vernichtete Rudel 519 sowjetische Panzer und zerstörte 800 weitere Fahrzeuge, versenkte einen Kreuzer und beschädigte ein Schlachtschiff schwer. Im März 44 entkam Rudel knapp sowjetischer Gefangenschaft und flog auch nach einer schweren Verwundung (Fußamputation) weiter, obwohl Hitler ihn aus dem Kampf nehmen wollte. Am 1.1.45 wurde Rudel als am höchsten dekorierter Soldat der Wehrmacht Kommodore seines Geschwaders und ging am 8.5.45 in amerikanische Gefangenschaft, aus der er im April 46 zurückkehrte. Später Luftwaffenberater in Argentinien, nach Rückkehr in die Bundesrepublik Einsatz für rechtsextremistische Gruppierungen (daher Eklat bei der Beerdigung, als Maschinen der Bundesluftwaffe zur Ehrung über das Grab flogen).

    Ritterkreuz (6.1.42) mit Eichenlaub (10.4.43), Schwertern (25.11.43), Brillanten (20.9.44) und Goldenem Eichenlaub (29.12.44, einziger Träger).