Hans-Jürgen Stumpff

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Eintritt ins Heer 1.4.08, in der Reichswehr 1.7.33 Oberst und Amtschef zur besonderen Verwendung im Reichswehrministerium, seit 1.9.33 im neu gebildeten Reichsluftfahrtministerium, in der Wehrmacht 1.4.36 Generalmajor, 1.8.37 Generalleutnant, 1.11.38 General der Flieger. Stumpff wurde am 1.6.37 Generalstabschef der Luftwaffe und 1939 Chef der Luftwehr im Luftfahrtministerium. Seit 12.1.40 führte er als Oberbefehlshaber verschiedene Luftflotten: bis 10.3.40 Luftflotte 1 im Westen, bis 6.11.43 Luftflotte 5 in Norwegen und von Januar 44 bis Kriegsende Luftflotte Reich. In dieser Eigenschaft als Stellvertreter von Luftwaffenoberbefehlshaber Greim war er Mitunterzeichner der Bedingungslosen Kapitulation im sowjetischen Hauptquartier in Karlshorst am 9.5.45. Ein britisches Militärgericht sprach Stumpff im Oktober 47 von der Anklage frei, den Terrorfliegerbefehl weitergegeben zu haben.

    Ritterkreuz (18.9.41).